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Teplice

Landschaftswandel im Leipziger Südraum gemeinsam erleben - Gymnasiasten aus Borna und Teplice zur nächsten Arbeitsphase in Borna

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Eine wunderschöne Woche ist  zu Ende, denn vom 19. bis 22. September besuchten uns vier Tage lang wieder Schüler unseres tschechischen Partnergymnasiums.

Am ersten Tag  fuhren wir in das Volkskundemuseum in Wyhra. Dort wurde uns und unseren Gästen vom  Museumsleiter Dr. Hans Ketzer und seinem Mitarbeiter das Museum vorgestellt. Wir erfuhren viel über die Lebensweise der Bornaer Landbevölkerung um 1900, also vor dem Jahrhundert der Braunkohlenindustrie.

Danach fuhren wir zurück nach Borna und am Nachmittag und Abend hatten wir Freizeit und die Gäste waren in den Gastfamilien untergebracht. Die Zeit wurde für Freizeitaktivitäten wie z.B. den Besuch des Freizeitbades Riff in Bad Lausick, gemeinsamen Abendessen und gemütlichen Gesprächsrunden in den Familien genutzt.

An den nächsten beiden Tagen konnten wir uns erneut, wie schon in den vorangegangenen Jahren, vom Landschaftswandel in der Region Leipzig überzeugen. Diesmal stand eine Bootsfahrt auf den Leipziger Gewässern im Mittelpunkt des zweiten Besuchstages. Auch die Stadt Leipzig  mit dem wunderbar sanierten Hauptbahnhof konnten wir wieder unseren tschechischen Gästen zeigen.

Am vorletzten Tag besuchten wir unser Gymnasium und freuten uns sehr über die Begrüßung durch die Schulleiterin Frau Schade. Anschießend haben wir den Gastschülern unsere Schule gezeigt, von der sie genauso beeindruckt waren wie wir von ihrer bei unserem Besuch im April dieses Jahres.

Am gleichen Tag  fuhren wir mit dem Bus zum KAP Zwenkau. Dort stand neben dem Besuch des    Restaurants  „Kartoffelhaus“ zu einem gemeinsamen Mittagessen die Geschichte des Bergbaus am Beispiel des Tagesbaus Zwenkau auf Tagesordnung. Dazu wurde die Gruppe von 48 Teilnehmern geteilt:  Beide Gruppen  schaute sich den Film über den Tagebau an und  bekamen einen sehr interessanten Vortrag vom Geschäftsführer der Sächsischen Seebad Zwenkau GmbH, Herrn Andreas Schmidt, der die gesamte Entwicklung des Zwenkauer Sees  realisiert hat. Anschießend gingen wir zum Hafen und konnten bei schönstem Spätsommerwetter die Seerundfahrt auf der „Santa Babara“ genießen. Dabei haben wir vom Kapitän Informationen über den Zwenkauer See als ehemaligen Tagebau erhalten. Nach dieser wunderschönen Schiffsfahrt gingen wir zum Bus und fuhren zurück nach Borna. Nach kurzer Freizeit in den Gastfamilien fuhren wir nach Böhlen zum Bowlingcenter „Strike In“. Dort verbrachten wir alle zusammen unseren Abschlussabend bei Pizza, leckeren Getränken und sportlicher Betätigung. So ging der wunderschöne Gegenbesuch unserer tschechischen Freunde  zu Ende.

Am Freitag fuhren unsere tschechischen Gäste  wieder nach Hause. Viele Tränen sind geflossen, weil es einfach eine wunderschöne Woche war, aus der man sehr viele Erfahrungen mitnimmt. Viele Kontakte wurden vertieft und private Besuche vereinbart.  Alle Teilnehmer können die Zeit kaum abwarten bis zum Gegenbesuch im April  2018 in Teplice.

Doch gerade die Finanzierung einer solchen Partnerschaft nun schon seit 2014 ist sehr wichtig und erneut wurden wir gefördert vom Freistaat Sachsen, vertreten durch die Landesdirektion in Chemnitz, und durch unsere langjährigen Sponsoren vom  SKODA-Autohaus Gohlke in Zedtlitz und der ALLIANZ-Generalvertretung von Mario Liebing in Borna.

Anna Pryba,  Schülerin 8. Klasse, Text
Andreas Schitke, Fotos und Projektleiter

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Schüleraustausch der Gymnasien Borna und Teplice im April 2017
(Beitrag im Stadtjournal)

 



Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Zusammenarbeit

Während der Sprachreise von 15 Gymnasiasten aus Teplice wurden am 12. November 2015 an unserem Gymnasium feierlich die Vereinbarung über die Zusammenarbeit beider Gymnasien unterzeichnet. In dieser Vereinbarung geht es um die Vertiefung der schon seit 2013 bestehenden Beziehungen sowie das Kennenlernen der jeweiligen Regionen und Kulturen beider Länder.

 unterschrift  vereinbarung
An der feierlichen Unterzeichnung nahmen Frau Margitta Schade, Frau Rehakova (Stellvertreterin des Gymnasiums Teplice), Frau Simone Luedtke (Oberbürgermeisterin der Stadt Borna), Frau Kamila Volfova, Herr Jan Vavrein, Frau Rosemarie Thomas und Herr Andreas Schitke teil. Herr Martin Rak, der die Zusammenarbeit von Anfang an initiiert und durch seine Ideen bereichert hat, konnte zur Unterzeichnung leider nicht anwesend sein.

unterschrift3   unterschrift2

Andreas Schitke

Projektleiter
 

Besuch in Bad Teplitz und Prag

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Vom 14. bis 17. April 2014 weilten 17 Schüler der 7. und 8. Klassen aus Borna in Bad Teplitz.

Ziel war es, die Beziehungen zum dortigen Gymnasium zu vertiefen und einen regelmäßigen Schüleraustausch vorzubereiten bzw. aufzubauen. So standen Stadtbesichtigungen des ältesten Kurbades in Böhmen ebenso auf dem Programm wie der Besuch der Stadt Prag mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten. Für viele Schülerinnen und Schüler war es der erste Besuch der tschechischen Hauptstadt.

Die Unterbringung erfolgte privat in tschechischen Gastfamilien, um Kultur und Lebensweise möglichst direkt zu erleben. Für die tschechischen Gastgeber stand dabei die Vertiefung der deutschen Sprache im Mittelpunkt. Für die deutschen Gymnasiasten war neben der Exkursion nach Prag vor allem das Erleben des Unterrichts am Gymnasium in Teplitz sehr interessant. So war jeweils in Gruppen in den Fächern Musik, Mathematik, Physik und Englisch zu erleben, wie alle Klassenzimmer mit Computertechnik auf hohem Niveau inklusive Beamer ausgestattet waren. Sehr beeindruckend war auch der eigene Zoo des Gymnasiums mit tropischem und subtropischem Gewächshaus und einer Vielzahl von Tieren.

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Begleitet wurden die Schüler von Frau Thomas und Herrn Schitke. Für das kommende Schuljahr ist ein Gegenbesuch der tschechischen Schüler in Borna vorgesehen.

Kooperation mit dem Gymnasium in Teplice (Teplitz)

Teplice, also Teplitz bzw. Bad Teplitz, eine Stadt von ca. 50 000 Einwohnern, ist das älteste Kurbad der heutigen Tschechischen Republik und Sitz der Nordböhmischen Philharmonie. Außer dem Theater des Erzgebirges besitzt diese Stadt auch einen wunderbaren Botanischen Garten, eine Sternwarte, ein Aquazentrum ähnlich dem "Riff" in Bad Lausick, ein modernes Fußballstadion mit großer Sporthalle sowie Sporthotel und natürlich ein sehr schönes Gymnasium. Eingebettet zwischen dem Erzgebirge und dem Böhmischen Mittelgebirge liegt die Stadt auch landschaftlich sehr reizvoll und war über Jahrhunderte das herausragende Kurbad, in dem sich Künstler und Adlige aus ganz Europa trafen. So galt es lange als "Salon" Europas.


Durch das "Grenzstreifen-Projekt", das in Zusammenarbeit von Goethe-Institut und dem aus einer Bürgerinitiative hervorgegangenen Verein Antikomplex aus Prag sowie der Landeszentrale für Politische Bildung in Sachsen initiiert wurde, kommt es seit September dieses Jahres zu einer Zusammenarbeit mit dem Gymnasium dieser Stadt. Durch Filme, die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind, sollen geschichtliche Zusammenhänge wie Vertreibung der Juden, später auch der Deutschen aus Prag, Teplitz und anderen Städten, die Sicherung der Grenze nach 1945, der Aufbau nach dem Krieg sowie der Prager Frühling 1968 thematisiert werden.

Für eine weitere vertiefende Zusammenarbeit beider Gymnasien gibt es mehrere Gründe:

Gymnasium Teplice

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Eine Jahrhunderte alte gemeinsame Tradition Deutscher und Tschechen allgemein.

2. Der Dichter Johann Gottfried Seume besuchte in Borna 1777/78 die Lateinschule und ist in Teplitz 1810 gestorben. Dort befindet sich auch sein Grab und ein Seume-Denkmal.
3. Vielfältige kulturelle Beziehungen zum "Salon Europas", wie Teplitz im 19. Jh. oft bezeichnet wurde, bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte zum Unterricht. Bedeutende Persönlichkeiten wie L. v. Beethoven, J. W. v. Goethe, R. Wagner, F. Chopin, F. Liszt, A. v. Humboldt, Caspar David Friedrich weilten, teilweise mehrfach, hier.
4. Unmittelbar vor der Völkerschlacht zu Leipzig wurde in Teplitz am 29. und 30. August Napoleon in der Schlacht bei Chlumec (Kulm) eine empfindliche Niederlage zugefügt. In dieser Stadt kam es auch zu dem Bündnis zwischen dem österreichischem Kaiser Franz I., dem Zaren Alexander und dem preußischen König Friedrich Wilhelm III., bei dem das antinapoleonische Bündnis geschmiedet wurde, das im Zusammenhang mit der Völkerschlacht so wichtig wurde. Bei uns in Rötha war dann das Hauptquartier der Verbündeten gegen Napoleon zur Völkerschlacht.
5. Eine aus der Industrialisierung hervorgegangene leidvolle Vergangenheit in Zeiten des Sozialismus, verbunden mit Braunkohletagebauen, die sich (leider) spürbar in diese jahrhundertealte Kulturlandschaft schnitt. Daraus resultierend die heutige Rekultivierung der Landschaft.
6. Das Bestehen von Chören und Bands an beiden Schulen und ein daraus resultierender möglicher Austausch!
7. Beide Gymnasien sind im Jugendstil bzw. mit Jugendstilelementen gebaut (Teplice 1904 und Borna 1908).
8. Die annähernd gleiche Größe und Schülerzahlen der Gymnasien!
9. Nicht zuletzt die Stadtfarben Blau-Gelb!

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musik

Am 28.11.2013 waren bereits zwei Lehrer aus Bad Teplitz zu einem Arbeitsbesuch an unserem Gymnasium zu Besuch. In einem sehr konstruktiven Gespräch mit der Oberbürgermeisterin Simone Luedtke und der Schulleiterin Margitta Schade wurden schon Möglichkeiten des projektbezogenen Schüleraustausches im April 2014 besprochen.

Milwaukee

Studienreise der Klassen 10-12 nach Milwaukee USM

University School of Milwaukee (www.usmk12.org)

 Ziel: Abbau von Sprachhemmungen und-ängsten der Schüler, Weiterentwicklung der Sprechfertigkeit und Sicherheit der Schüler bei der Anwendung der
englischen Sprache, Kennenlernen der amerikanischen Kultur, Geschichte und Lebensweise, Förderung Zusammengehörigkeitsgefühl und
Selbstständigkeit, Erweiterung des persönlichen Horizontes
Reisezeit/Dauer: 2 Wochen vor den Herbstferien, alle 2 Jahre (erste Fahrt Herbst 2011)
Ort: University School of Milwaukee
Unterbringung: ausgewählte Gastfamilien
Programm: Täglicher Schulbesuch mit den Gastgeschwistern, Teilnahme am Unterricht und Sportaktivitäten, Exkursionen:
Wochenendexkursionen nach Chicago und Madison, Tagesausflug nach Milwaukee (Stadtzentrum)
Endpreis: ca: 600 € (geschätzt, abhängig vom Flugpreis, Umrechnungskurs Euro-Dollar und möglichen Sponsorengeldern)
beinhaltet Vollverpflegung, alle Reisekosten und Eintritte, Taschengeld und Versicherungen extra
Sonstiges: Voraussetzung ist gutes Gesamtverhalten in der Schule (nicht die Englischzensur),
Hin-und Rückreise mit Bus/Flugzeug, maximale Teilnehmerzahl: 12
verantwortliche Lehrer: Frau Hahn und Frau Rose

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